Der Sax

Seit dem 4. Jhd. v. Chr. in Gebrauch ...




  • Kampfsax handgeschmiedet
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  • Kampfsax handgeschmiedet

Seit dem 4. Jhd. v. Chr. in Gebrauch ...

Der Sax – auch Scramasax genannt – ist eine einschneidige Hiebwaffe, die in verschiedenen Varianten von der vorrömischen Eisenzeit bis ins Hochmittelalter in Mitteleuropa und Nordwesteuropa verbreitet war. Die frühesten Funde in Skandinavien wurden auf das 4. Jahrhundert v. Chr. datiert.

Mit Aufgabe der Beigabensitte im 9. Jahrhundert kam der Sax im kontinentalen Raum allmählich aus der Mode. Auf den britischen Inseln und in Skandinavien blieben Saxe jedoch noch einige Zeit im Gebrauch.

Im Rahmen des 1999 durchgeführten Projekts von Stefan Mäder, wurden ein Sax und ein Sax-Fragment (Fundort: Bad Krozingen, Datierung: zwischen 550 und 650) poliert und fachmännisch bewertet. Es handelte sich dabei um Kompositklingen, bestehend aus Kernstahl und Mantelstahl mit sehr homogenen Stahltexturen und einem durchgehend gleichen Kohlenstoffgehalt im Mantelstahl. Die Klingen wurden selektiv gehärtet und einem Anlassvorgang unterzogen. Durch neuere Untersuchungen und verbesserte Verfahren konnte Gärbstahl und entsprechende Schweißverbundstähle sogar seit der Hallstattzeit nachgewiesen werden.

Entgegen dem langwährenden Vorurteil frühmittelalterliche Hiebmesser seien hauptsächlich grobe Werkzeuge aus schlechtem Stahl gewesen, ist den frühmittelalterlichen Schmiedemeistern ein außergewöhnliches handwerkliches Können zuzuschreiben.

Produktdetails
  • Klinge (stumpf) ca. 4 mm Klingenstahl (C75), handgeschmiedet, poliert
  • Griff Apfelbaum, Messing, Knochen, geschliffen, gewachst
  • Maße Klinge: 40x3 cm, Gesamtlänge: 54 cm
  • Artikelnummer M160047