Beinwickel Knochennadeln

Von Germanen und Römern geschätzt ...



Beinwickel Knochennadeln

Ein Relikt, das die Zeiten überdauert ...

Der Gebrauch von Beinwickeln (auch Wadenwickel oder Wickelgamaschen) durch die Germanen konnte durch Gräber, in denen Schnallengarnituren oder Haken gefunden wurden, von der Eisenzeit bis ins Mittelalter nachgewiesen werden. Spätrömische Mosaike zeigen, dass Wickelgamaschen von den Römern unter anderem für die Jagd übernommen wurden. Einen vorschriftsmäßigen Gebrauch durch das Militär hat es zwar nicht gegeben, jedoch belegen Soldatenbriefe vom Hadrianswall den individuellen Gebrauch, der bei entsprechender Witterung oder für spezielle Einsätze zugelassen wurde.

Auf dem Teppich von Bayeux, der die Eroberung Englands durch die Normannen im Jahr 1066 zeigt, ist die Verwendung von Beinwickeln noch deutlich zu erkennen. Im weiteren Verlauf des Mittelalters verliert sich jedoch ihre Spur in Europa. In der Verwendung einiger weniger Trachten ist die Verwendung bis heute erhalten geblieben.

Sehr interessant ist der Bericht in der norwegischen Bjarnar saga (um 1220). Dort wird von Wickelgamaschen berichtet, die zu einer Art Relikt erhoben wurden: Olafs Beinbinden werden nach seinem Tod von Björn bis zu dessen Ende weitergetragen und ihm mit ins Grab gelegt. Nach vielen Jahren werden diese Beinwickel in seinem Grab gefunden und zu Teilen eines Messgewandes verarbeitet. Diese ca. 8 cm langen Knochennadeln werden mittels eines Fadens an den Enden der Beinwickel befestigt und wie eine Sicherheitsnadel in die Umwicklung geschoben um die Wadenwickel an ihrem Platz zu halten.

Produktdetails
  • Material Knochen (Rind)
  • Maße B 0,9 cm / H 8,2 / T 0,3 cm
  • Verarbeitung handgeschnitzt, geschliffen, poliert
  • Gewicht 4 g
  • Artikelnummer K160025